Reingeschaut #5 – Star Trek Discovery (Spoilerfrei)

Es geschehen noch Wunder in unserer heutigen Zeit. Nach 12 Jahren Wartezeit, bekommen wir Science Fiction Fans eine neue Star Trek Serie!

Am Montag den 25.09.2017 startete bei uns in Deutschland über Netflix die neue Serie mit dem Namen „Star Trek Discovery“. Mit 2 Folgen zu Beginn (Neue erscheinen wöchentlich), können wir wieder in das Star Trek Universum eintauchen. Ich konnte es auch kaum erwarten, die Folgen zu sehen und habe sie mir Montag Abend direkt angesehen. „Trekkies“ auf der ganzen Welt diskutieren seitdem sehr ausführlich über die neue Serie. Die Meinungen gehen teilweise wirklich weit auseinander, aber im großen und ganzen scheinen sie besänftigt zu sein und die Serie legte einen der besten Star Trek Serienstarts hin.

Aber kurz zu mir. Ich bin kein eingefleischter „Trekkie“. Ich mag Star Trek und (Achtung!) Star Wars! Als wäre das für einen Trekkie nich schon schlimm genug. lege ich noch eins drauf: Meine liebste Star Trek Serie war Voyager und ja auch die letzte Serie „Enterprise“ fand ich gar nicht so übel, wie man es überall im Netz lesen kann. Und ich stehe dazu! Ich bin einfach ein Science Fiction Fan, und das Star Trek Universum gefällt mir sehr gut. Auch wenn ich nun nicht alles über die Lore etc. weiß. Dennoch möchte ich meine Meinung zur neuen Serie kundtun.

Und hat sie mir gefallen? Kurz Fassung: Ja!

Lange Fassung:
Was natürlich als erstes auffällt, sind die technischen Verbesserungen 12 Jahre nach der letzten Serie, und natürlich zu den noch älteren Serien. Die Raumschiffe, der Weltraum, einfach alles sehen in meinen Augen spitze aus. Das erreicht schon Kino Niveau. Dort hat die CGI Abteilung ganze Arbeit geleistet. Ich hoffe das dieser Standard die ganze Staffel(n) über gehalten wird und wir mehr davon sehen werden.

Bleiben wir vorerst bei den positiven Dingen. Die Action kam bisher nicht zu kurz. Ein Weltraumspaziergang der sehr gut in Szene gesetzt war, eine imposante Weltraumschlacht, Sterne mit gefährlichen Asteroidengürteln, schwerwiegende Verletzungen und Meuterei. In meinen Augen dann doch ziemlich viel, was in den ersten beiden Folgen passiert. Das ist jedoch in Ordnung, da die Serie die Geschichte in Fahrt bringen muss und deren Charaktere und ihre Charakterzüge vorstellen muss.

Die Deutsche Synchronisation ist in meinen Augen (Ohren) gut umgesetzt worden. Lediglich die Art, wie die Klingonen reden, komm mir etwas komisch vor. Es klingt doch sehr nach einfach abgelesen und ohne viel Emotionen. Etwas einschläfernd teilweise. Kleiner Fun Fact: Auf Netflix kann man sich Klingonische Untertitel anzeigen lassen. Sicher ein lustiges Gimmick, für einen Trekkie, der die Klingonische Sprache beherrscht.

Schon im Vorfeld gab es unzählige Diskussionen über die Klingonen in der neuen Serie. Da diese den Klingonen die wir schon seit jahren kennen, in keinster Weise ähneln. Weder in Optik, noch in Sprache oder Verhalten. In den beiden Folgen, kommen einige langatmige Passagen vor, in denen nur Klingonisch geredet wird. Dabei wird man „gezwungen“ lange die Untertitel mitzulesen. Das lenkt etwas vom eigentlichen Geschehen ab. Wie oben schon erwähnt: Auch die Ausprache lässt etwas zu wünschen übrig. Das klingt nicht nach dem stolzen kriegerischen klingonisch, so wie ich es aus unzähligen alten Folgen kenne. Apropos Kriegerisch: Die „neuen“ Klingonen haben für mich mehr etwas von einer religiösen Sekte, statt etwas von einem kriegerischem stolzen Volk. Ich hoffe da wird noch nachgebessert. Das würde auch die neue Optik der Klingonen etwas verdaubarer machen. Den diese ist dann doch sehr gewöhnungsbedürftig noch.

Mir persönlich fehlen bisher auch noch 2 Sachen. Der eigentliche Star jeder Star Trek Serie: Der Charismatische Schiffsarzt. Die alten Serien wären ohne Pille, ohne Phlox oder vor allem ohne den Voyager Doc nur halb so gut gewesen.
Wer darf noch nicht fehlen? Natürlich. Der Chefingenieur, der sich dauernd darüber beschwert das der Warpkern bald explodiert! Was wäre „Enterprise“ ohne Charles Tucker gewesen? Oder die Voyager ohne Lieutenant B’Elanna Torres? Ganz zu schweigen von Scotty?

Man darf gespannt sein.

Wie in der Kurzfassung schon erwähnt: Ja mir gefällt die neue Serie bisher. Sie bietet jedoch bisher noch nicht das Star Trek Feeling, der anderen Serien. Aber ich hoffe das kommt noch, wenn es auf die USS Discovery geht. Auch das die Hauptrolle diesmal nicht der Captain spielen soll, finde ich noch etwas fraglich. Ich finde es auch etwas schade, das die neue Serie die Story „Serial“ aufbaut. Soll heißen, über mehrere Folgen oder sogar Staffeln. Wie auch schon die letzte Serie „Enterprise“.
Wegen mir hätte gerne jede einzelne Folge eine abgeschlossenes Abenteuer sein können.
Aber wie heißt es so schön: Man kann es nicht jedem recht machen.

Ich persönlich freue mich aufjedenfall, zu erfahren wie es weitergeht. Die neue Serie startete in meinen Augen gut, aber nicht „bombastisch“. Wir werden sehen wo die Reise noch hinführt. Auf der USS Discovery! Ich bin dabei!

 

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